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Stressbewältigung am Arbeitsplatz
08.01.2024 | 7 Minute(n) Lesezeit
Stressbewältigung am Arbeitsplatz: So schützen Sie die mentale Gesundheit Ihrer Mitarbeitenden
Arbeit bedeutet für viele Menschen Stress. Laut einer Studie von 2025 fühlen sich zwei Drittel der Menschen in Deutschland häufig oder manchmal gestresst. Fast die Hälfte der Befragten bewerten Schule, Studium oder Beruf als größten Stressfaktor. 42 Prozent gelingt es nicht, nach der Arbeit abzuschalten. Woran liegt das? In allen Branchen ist ein Anstieg der psychischen Belastungen zu beobachten. Die Anforderungen an Qualität und Quantität steigen. Das setzt viele Mitarbeitende unter Druck. Oftmals fehlen die Ressourcen, um die Anforderungen erfüllen zu können. Die Folge: Mitarbeitende fühlen sich gestresst. Ist das dauerhaft der Fall, hat das Auswirkungen auf ihre Arbeitsleistung. Denn Mitarbeitende, die aufgrund psychischer Erkrankungen krankgeschrieben sind, weisen im Schnitt die meisten Arbeitsunfähigkeitstage pro Fall auf. Neben Muskel-Skelett-Erkrankungen ist Stressbewältigung am Arbeitsplatz daher das wichtigste Gesundheitsthema für Unternehmen. Mehr darüber lesen Sie auch in unserem Topfit.Blog-Artikel "Stressmanagement – das musst du wissen!".
Wie können Arbeitgeber ihre Mitarbeitenden bei der Stressbewältigung am Arbeitsplatz unterstützen? Der Corporate Health Manager der Topfit.App bietet abwechslungsreichen Gesundheitscontent und trägt somit dazu bei, die mentale und körperliche Gesundheit zu verbessern. Unsere große Auswahl an Challenges zur Stärkung der mentalen Gesundheit unterstützen Mitarbeitende besonders bei der Stressbewältigung und dem Umgang mit psychischen Belastungen im Arbeitsalltag.
Stressbewältigung am Arbeitsplatz: Darum müssen wir Resilienz trainieren
Stress ist nicht zwangsläufig negativ. Eustress, sogenannter positiver Stress, kann sogar motivierend wirken und die Konzentration und Energie fördern. Meist sind Mitarbeiter am Arbeitsplatz jedoch Distress, dem sogenannten negativen Stress, ausgesetzt. Auf Dauer kann diese Variante unserer Gesundheit schaden.
Distress entsteht meist dann, wenn Mitarbeiter das Gefühl haben, eine unangenehme Situation nicht bewältigen zu können. Dieser Stressor löst im Körper eine Schutzfunktion aus. Hormone werden ausgeschüttet. Der Puls steigt und die Atmung wird schneller. All diese Aktivitäten sind eine Überlebensstrategie und bereiten den Menschen auf eine Höchstleistung vor. Treten Stressoren jedoch gehäuft auf, können wir nicht mehr entspannen und fühlen uns erschöpft.
Eine bestimmte Menge an Stress ist für uns überlebenswichtig und kann nicht komplett vermieden werden – vor allem nicht am Arbeitsplatz. Daher ist es wichtig, dass wir lernen, wie wir mit Stressoren umgehen können. Welche Situationen bei Menschen Stress auslösen, ist sehr individuell. Unsere eigenen Ressourcen beeinflussen, wie wir Situationen und Reize bewerten. Daher ist es sinnvoll, unsere Resilienz zu trainieren, um unsere Ressourcen zur Bewältigung von Stress zu stärken. Eine gute Möglichkeit dafür ist zum Beispiel unsere Resilienz-Challenge. Mitarbeitende erhalten 4 Wochen lang zweimal wöchentlich einen Inhalt und Übungen zum Thema Resilienz, um ihre persönlichen Ressourcen stärken. Das befähigt sie, Krisen und Probleme leichter zu bewältigen und im Arbeitsalltag besser mit Stress umzugehen.
Ursachen und Folgen von Stress am Arbeitsplatz
Welche Situationen wir als stressig empfinden, ist sehr individuell. Meist ist ein Ungleichgewicht aus Arbeitspensum, Arbeitsanforderung und persönlichen Ressourcen dafür verantwortlich. Körperliche, psychische oder auch soziale Belastungen können Stress hervorrufen.
Am Arbeitsplatz sind häufige Beispiele:
- Multitasking-Anforderungen
- monotone Arbeitsabläufe
- ungeplante Unterbrechungen
- schnelles Arbeiten
- Leistungs- und Zeitdruck
- Überstunden
- schlechte Vereinbarkeit von Beruf und Familie
- ungerechte Behandlung am Arbeitsplatz
- Gefühl des Kontrollverlustes
- geringer sozialer Rückhalt
Die meisten von uns empfinden diese Situationen als unangenehm und bedrohlich. Das löst eine Stressreaktion aus. Die Folge: Wir haben schlechte Laune und sind weniger leistungsbereit.
Sind wir dauerhaft gestresst, können wir körperlich oder psychisch erkranken. Anfangs ist unser Immunsystem geschwächt. Die Folgen können häufige Erkältungen, Infektionen oder auch Migräne sein. Stress kann aber der Grund für gesundheitsschädliche Verhaltensweisen sein: Wir rauchen, trinken Alkohol, ernähren uns ungesund oder treiben weniger Sport. Im schlimmsten Fall kann dauerhafter Stress zu einem Burnout führen.
Gestresste Mitarbeiternde erkennen: Die häufigsten Symptome
So unterschiedlich wir auf Situationen und Reize reagieren, so individuell sind auch die Symptome von Stress. Personalverantwortliche und Führungskräfte müssen daher achtsam sein und die Symptome ernstnehmen.
Stress kann sich beispielsweise körperlich äußern, durch ….
- Zittern
- Kopfschmerzen
- Muskelverspannungen, vor allem im Nacken- und Schulterbereich
- Schweißausbrüche
- Schlafstörungen
- Magen-Darm-Beschwerden
Psychische und kognitive Symptome sind beispielsweise
- Panik
- Nervosität
- starke Reizbarkeit
- Wut
- Antriebslosigkeit
- depressive Verstimmungen
- Konzentrationsprobleme
- Vergesslichkeit
- verlangsamtes Denkvermögen
In manchen Fällen wird Stress auch durch ein verändertes Verhalten sichtbar:
- unzureichende oder übermäßige Nahrungszufuhr
- verstärkter Alkoholkonsum
- starker Kaffeekonsum
- vermehrtes Rauchen
- sozialer Rückzug
Stressbewältigung am Arbeitsplatz: Das können Unternehmen tun
Aufbau eines Betrieblichen Stressmanagements in vier Phasen
Phase 1 - Stressursachen identifizieren
Eine Psychische Gefährdungsbeurteilung dient dazu, psychische Belastungen im Unternehmen zu erkennen. Dafür werden im Unternehmen verschiedene Stressmessungen und Befragungen durchgeführt. Über die Topfit.App können die Befragungen der Mitarbeitenden beispielsweise komplett digital abgewickelt werden. Auch die Einbindung externer Dienstleister ist über die App möglich.
Phase 2 - Ziele festlegen
Arbeitgeber sollten in einem zweiten Schritt festlegen, welche Ergebnisse sie konkret erzielen wollen. Geht es beispielsweise darum, Stressoren im Unternehmen zu minimieren oder die Resilienz der Mitarbeitenden zu stärken?
Phase 3- Maßnahmen entwickeln
Auf dieser Basis legen Arbeitgeber nun die passenden Maßnahmen aus. Die Bandbreite reicht hierbei von Schulungen und Seminaren bis hin zu einer kompletten Umstrukturierung der Unternehmensprozesse. Passende Kurse sind beispielsweise Stressbewältigungskurse, Bewegungsangebote für den Arbeitsplatz, ein Resilienztraining, Angebote zur Suchtprävention oder Raucherentwöhnungskurse.
Phase 4 - Erfolg messen
Eine Evaluation ist wichtig, um sicherzustellen, dass die gewählten Maßnahmen tatsächlich wirken. Ist dies nicht der Fall, können die Unternehmen die Maßnahmen anpassen und die Ergebnisse dadurch verbessern. Um die Maßnahmen zu evaluieren, können Unternehmen beispielsweise erneut Mitarbeitendenbefragungen durchführen oder mit Hilfe der Topfit.App Krankheits- und Fehltage erheben.
Stressbewältigung am Arbeitsplatz – mit der Topfit.App
Stressbewältigung ist kein einmaliges Event. Um langfristig Stressfaktoren im Unternehmen zu reduzieren, sollten Arbeitgeber ihren Mitarbeitenden regelmäßige Unterstützung anbieten. Die Inhalte der Topfit.App helfen, die mentale Gesundheit zu stärken. Der Vorteil: Die Mitarbeitenden können von überall aus und jederzeit darauf zugreifen.
Im Modul Mental.Fit bietet die Topfit.App beispielsweise Angebote für die psychische und mentale Gesundheit. Informationen rund um Entspannungstechniken, gesunden Schlaf und Suchtprävention tragen dazu bei, die Psyche gesund zu halten. In der Kategorie Stressmanagement finden Mitarbeitende noch spezifischere Inhalte. Die Beiträge helfen dabei, Stressfaktoren zu erkennen, Methoden zur Bewältigung von Stress kennenzulernen und liefern fundiertes Hintergrundwissen zum Thema Stress.
Hilfreiche Beiträge lesen Mitarbeitende auch im Topfit.Blog. Hier erfahren sie beispielsweise, wie ein richtiger Umgang mit Stress aussieht, und bekommen einen Einblick in weitere wichtige Gesundheitsthemen. Als Einstieg ins Thema eignet sich zum Beispiel der Topfit.Blog-Artikel Stressmanagement – das musst du wissen!
Weitere spannende und wichtige Inhalte rund um die psychische Gesundheit und den Umgang mit herausfordernden Situationen am Arbeitsplatz finden Mitarbeitende im Modul Job.Fit der Topfit.App. Hier lernen sie beispielsweise, wie sie auf schwierige Kunden reagieren, mit Zeitdruck umgehen und Pausen sinnvoll gestalten. Ein paar Quick-Tipps, wie Mitarbeitende entspannter durch den Arbeitsalltag kommen, zeigt das Video Entspannt arbeiten.
Die Topfit.App enthält sowohl für Arbeitgeber als auch für Beschäftigte relevante Inhalte. Die User werden über verschiedene Gesundheitsthemen aufgeklärt und zu einer gesünderen Lebens- und Arbeitsweise motiviert. Neben spannendem Content erhalten Arbeitgeber auch Unterstützung bei der Planung und Organisation eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements. Unternehmen können beispielsweise Angebote und Termine in die App einstellen, die Anmeldungen über die App abwickeln und die Maßnahmen im Anschluss evaluieren. Über einen Fragebogen können Arbeitgeber das Feedback ihrer Mitarbeitenden einholen.
Was Sie außerdem tun können, um die psychische Gesundheit Ihrer Mitarbeitenden am Arbeitsplatz zu fördern, erfahren Sie im Topfit.News-Artikel Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz fördern.
Fazit
Ignorieren Unternehmen Stresssymptome bei ihren Mitarbeitenden, riskieren sie langfristig schwerwiegende Folgen. Denn gestresste Mitarbeitende sind weniger produktiv und neigen eher dazu, das Unternehmen zu verlassen.
Arbeitgeber können diesen Folgen jedoch entgegenwirken, indem sie ein professionelles Betriebliches Gesundheitsmanagement etablieren. Die Grundlage dafür bietet die Topfit.App. Gestresste Mitarbeitende finden hier hilfreiche Inhalte, die sie schnell und einfach umsetzen können. Mit der App stellen Unternehmen außerdem sicher, dass sie ihre Beschräftigten an allen Standorten erreichen. Das Ergebnis: motivierte und produktive Mitarbeitende, die dazu beitragen, Unternehmensziele zu erreichen.
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