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Analoges oder digitales BGM? Am besten beides!

18.05.2021 | 6 Minute(n) Lesezeit

Digitales BGM. Gruppe von Leuten macht Sport zu einem Workout auf einem Tablet

Homeoffice, globale Teams und virtuelle Meetings – Arbeiten ist dank digitaler Technologien flexibler geworden. Büros sind nicht länger an feste Zeiten und Arbeitsplätze gebunden. Dennoch empfinden viele Mitarbeiter die voranschreitende Digitalisierung und die dauerhafte Erreichbarkeit als Belastung. Um körperlich und mental fit zu bleiben, benötigen Mitarbeiter deshalb Unterstützung. Arbeitgeber setzen daher zunehmend auf Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM). Präventionskurse, gemeinsame Sporteinheiten oder eine Ernährungsberatung sollen die Gesundheit der Mitarbeiter langfristig verbessern. Um die Angebote bekannter zu machen und alle Kollegen im Team anzuspornen, engagieren sich Multiplikatoren als Botschafter und Motivatoren. Doch nicht immer können alle Mitarbeiter von den Angeboten profitieren. Kollegen im Homeoffice, in Schichtarbeit oder an einem anderen Unternehmensstandort können die Termine oftmals nicht wahrnehmen. Daher fassen auch in der Gesundheitsförderung moderne Technologien Fuß, die eine flexible Teilnahme auf Distanz ermöglichen. Mitarbeiter wählen die Angebote frei nach ihrem persönlichen Zeitplan aus und können von jedem Ort aus auf die Kurse und Informationen zugreifen. Ist digitales BGM in Verbindung mit analogen Maßnahmen die ideale Lösung?

Welche Angebote umfasst digitales BGM? 

Digitales Betriebliches Gesundheitsmanagement (dBGM) vereint verschiedene Methoden und Instrumente. Online Coaching, Gesundheitsplattformen, Employee Assistance Programs (EAP), Gesundheits-Apps oder Wearables ergänzen klassische Maßnahmen wie Präsenzkurse und persönliche Beratungsangebote. 

Eine wichtige Funktion - sowohl für die Mitarbeiter als auch für die BGM-Abteilung - nimmt dabei eine zentrale Gesundheitsplattform wie die Topfit.App ein. Sie bündelt alle Informationen und Angebote an einem zentralen Ort. Den Mitarbeitern ermöglicht das die flexible Teilnahme an Webinaren, Online-Kursen und Selbsttests. Sie können sich außerdem mit ihren Kollegen vernetzen, über verschiedene Gesundheitsthemen diskutieren oder sich in Challenges messen.

Währenddessen profitieren die Verantwortlichen in der BGM- oder Personal-Abteilung von der übersichtlichen Darstellungsweise und der hohen Reichweite der Topfit.App. Mit dem Corporate Health Manager können sie alle Gesundheitsangebote und Maßnahmen im Unternehmen kommunizieren. Über das integrierte Buchungstool können Sie Termine, zum Beispiel für Beratungen oder Impfungen, bereitstellen und verwalten. Die strukturierte Auswertung von Daten ermöglicht es außerdem, zielorientierte Maßnahmen und individuelle Angebote zu schaffen.  

Weitere Vorteile sprechen dafür, dass sich digitales BGM auch in Zukunft als optimale Ergänzung durchsetzt.

Flexibel, personalisiert und interaktiv: Diese Vorteile bietet digitales BGM

Maximale Flexibilität

Alle Mitarbeiter haben zeit- und ortsunabhängig Zugriff auf die digitale Gesundheitsplattform. Die Angebote fügen sich daher nahtlos in das Leben jedes Einzelnen ein. Auch Mitarbeiter im Homeoffice oder im Außendienst können daran teilhaben und sich Übungen und Workshops selbstbestimmt einteilen.

Personalisierte Angebote

Nichts ist so persönlich wie die Gesundheit. Eine digitale Plattform bietet nicht nur die Möglichkeit, Inhalte personalisiert für einzelne Nutzergruppen wie Schichtarbeiter oder Angestellte im Büro zur Verfügung zu stellen, sondern hilft Mitarbeitern auch, die selbst gesteckten Ziele zu überprüfen.

Einfache Auswertung

Die Evaluierung der Maßnahmen ist auf digitalem Wege deutlich einfacher. Kennzahlen, wie zum Beispiel Zugriffe auf bestimmte Inhalte, lassen sich schnell erfassen und analysieren. Das Angebot kann daher optimal an die Vorlieben der Nutzer angepasst werden.

Übersichtliche Informationen

Die Gesundheitsplattform bündelt alle Events und Angebote auf übersichtliche Weise. Unternehmen können die Plattform außerdem nutzen, um eigene Webinare anzubieten, Termine zu verwalten und über Themen wie Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben oder Arbeitsschutz informieren.

Interaktive Elemente

Digitale Lösungen überzeugen mit multimedialen und interaktiven Formaten. Mitarbeiter können sich hier eigene Ziele setzen oder sich mit den Kollegen in Wettbewerben messen. Das motiviert, verbindet und wirkt sich langfristig auf das Betriebsklima aus. Vor allem jüngere Zielgruppen schätzen den Einsatz moderner Technologien.

Vorsicht geboten: Nachteile der digitalen Maßnahmen

Rechtliche Anforderungen und Datenschutz

Vor allem im Bereich Gesundheit spielen rechtliche Rahmenbedingungen und Datenschutz eine wichtige Rolle. Unternehmen müssen hier auf Nummer sicher gehen und die sensiblen Daten vor unerlaubtem Zugriff schützen.

Digitale Kompetenzen nötig

Nicht alle Mitarbeiter fühlen sich in der digitalen Welt zu Hause. Wo Kompetenzen fehlen, braucht es zunächst Schulungen, damit alle Kollegen gleichberechtigt an den Angeboten teilhaben können.

Fehlender menschlicher Kontakt

Gesundheit ist ein emotionales Thema. Mitarbeiter müssen zunächst Vertrauen schöpfen, bevor sie Einblick in ihren persönlichen Gesundheitszustand geben. Persönliche Kontakte sind daher unersetzbar, um Beziehungen aufzubauen.

Status-quo-Analyse nötig

Um möglichst zielgerichtete Angebote zu schaffen, sollte zunächst der aktuelle Gesundheitszustand erfasst werden. Bei einer Analyse lernen Mitarbeiter manchmal Gesundheitsrisiken kennen, von denen sie selbst noch nicht wussten. Erst im Anschluss können sie passende Angebote und Kurse auswählen.

Gerade in großen Unternehmen mit dezentralen Strukturen, verschiedenen Standorten und unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen sind analoge Maßnahmen und Präsenzangebote allein nicht ausreichend. Eine Kombination aus digitalen und analogen Elementen eignet sich daher perfekt, um das optimale Ergebnis für alle Beteiligten zu erzielen.

Gemeinsam.Topfit: analoges und digitales BGM clever vernetzt 

Wie kann es in einem großen Konzern gelingen, für alle Mitarbeiter ein passendes BGM-Angebot bereitzustellen und sie langfristig dafür zu motivieren? Diese Frage stellten sich auch die BGM-Verantwortlichen der REWE Group und starteten in Kooperation mit der DAK-Gesundheit und Topfit das Projekt „Gemeinsam.Topfit”. 

Unterschiedliche Altersgruppen, Tätigkeiten und Arbeitssituationen machen es schwer, ein BGM zu entwickeln, das alle Mitarbeiter gleichermaßen anspricht. Mitarbeiter an der Kasse oder im Lager sind mit anderen Anforderungen konfrontiert als ihre Kollegen im Büro. Während die einen bereits über Rückenschmerzen klagen, scheint dies hingegen für jüngere Zielgruppen noch weit entfernt. Für Präsenzangebote sind sie daher nur selten zu gewinnen. 

Genau hier setzt „Gemeinsam.Topfit” an. Den Kern des Projektes bildet die Topfit.App. Die zentrale Gesundheitsplattform vereint sowohl digitale als auch analoge Maßnahmen und stellt sie Mitarbeitern zeit- und ortsunabhängig zur Verfügung. Als moderne App bietet sie aktuelle und spannende Inhalte auf der Basis neuester sportwissenschaftlicher und medizinischer Erkenntnisse, die auch jüngere Zielgruppen begeistern. Mitarbeiter können über die Topfit.App von überall auf eine Vielzahl multimedialer Formate rund um Bewegung, Ernährung und mentale Gesundheit zugreifen, die Spaß machen und motivieren. Dank des integrierten Corporate Health Managers können BGM-Verantwortliche alle analogen Maßnahmen übersichtlich abbilden und verwalten. Das praktische Terminplanungstool sorgt für eine unkomplizierte Verwatlung von Terminen.

Um das Angebot für möglichst alle Berufsgruppen der Rewe Group attraktiv zu gestalten, wurde das tätigkeitsspezifische Modul „Job.Fit“ entworfen. Hier finden die Mitarbeiter Informationen, die auf individuelle Herausforderungen ihrer Arbeitsaufgabe abgestimmt sind. Anhand von Videos lernen Marktmitarbeiter hier zum Beispiel, wie sie rückenfreundlich in den Tiefkühlbereich greifen und die Regale einräumen. Kollegen aus der Verwaltung erhalten hingegen Tipps zum ergonomischen Arbeiten am Schreibtisch.

Dennoch wandert das BGM nicht komplett ins Netz. Geschulte Mitarbeiter innerhalb des Unternehmens – die Topfit-Macher - sind interne Ansprechpartner und Multiplikatoren. Sie gehen als Vorbild voran, motivieren die Kollegen und stehen bei Fragen und Problemen zur Seite. 

„Durch Gemeinsam.Topfit ist die Gesundheitskompetenz und das Bewusstsein unserer Mitarbeiter stark gestiegen”, sagt Bianca van Wijnen, Leiterin CoE Gesundheit & Innovation. Sie ist Ansprechpartnerin und Projektleiterin von Gemeinsam.Topfit bei der REWE Group. „Die Topfit.App hilft, zu erkennen, was einem gut tut und wie das eigene Handeln angepasst werden kann. Hier ist für jeden etwas dabei, ob Inhalte zu Ernährung, Bewegung oder tätigkeitsspezifischen Tipps und Tricks für den Arbeitsalltag - unsere Mitarbeiter sind begeistert.” Sind Sie neugierig geworden? Hier geht es zur Case Study.

Fazit

Was ein modernes BGM auszeichnet, ist die perfekte Anpassung an unsere moderne Arbeitswelt und an die Bedürfnisse jedes einzelnen Mitarbeiters. Digitales BGM ermöglicht eine selbstbestimmte Einteilung und Flexibilität. Dennoch darf auch der persönliche Austausch nicht zu kurz kommen. Das BGM der Zukunft punktet daher durch eine intelligente Vernetzung digitaler und analoger Maßnahmen. Das Topfit-Konzept umgesetzt als Projekt "Gemeinsam.Topfit" bei der REWE Group zeigt, dass es funktioniert – und das sehr erfolgreich. 

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