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BGM-Konzept: Prävention strategisch planen

22.08.2022 | 5 Minute(n) Lesezeit

Mit einem Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) können Arbeitgeber gleich auf zwei Ebenen punkten: Sie schaffen zum einen günstige Rahmenbedingungen, die die Gesundheit der Mitarbeiter positiv beeinflussen (Verhältnisprävention). Zum anderen geben sie ihren Mitarbeitern wertvolles Wissen an die Hand, so dass diese selbst in der Lage sind, ein gesundes Leben zu führen (Verhaltensprävention). Damit die geplanten Maßnahmen auf beiden Ebenen zum Erfolg führen, brauchen Unternehmen zunächst eine Strategie. In einem BGM-Konzept legen die Verantwortlichen fest, welche Ziele sie anstreben, welche Maßnahmen sie planen und wie sie diese zielgerichtet an den Bedürfnissen der Mitarbeiter ausrichten.

Übrigens: Eine Möglichkeit, BGM an individuelle Bedürfnisse anzupassen und allen Mitarbeitern zugänglich zu machen, ist eine digitale Plattform wie die Topfit.App. Mit dem Corporate Health Manager der Topfit.App können BGM-Manager alle Maßnahmen unkompliziert verwalten und sparen damit jede Menge Zeit.

Gründe für ein BGM-Konzept: Vorteile für Arbeitgeber

Die Gesundheit der eigenen Mitarbeiter spielt für Unternehmen eine wichtige Rolle. Qualifizierte und motivierte Arbeitskräfte sind schwer zu finden. Umso wichtiger ist es, die eigenen Mitarbeiter zu fördern und zu motivieren. Ein modernes BGM-Konzept sichert Arbeitgebern viele Vorteile:

Schutz vor Ausfall: Durchdachte Maßnahmen können Krankheits- und Arbeitsunfähigkeitstage sowie die Fluktuation im Unternehmen verringern.

Leistungsfähigkeit: Mit Hilfe diverser Präventionsangebote stellen Unternehmen ihre eigene Produktivität sicher.

Mitarbeitermotivation: Mit einer Vielzahl an Maßnahmen zeigen Unternehmen, dass ihnen die Gesundheit ihrer Mitarbeiter am Herzen liegt.

Attraktivität als Arbeitgeber: Arbeitnehmer wählen ihren Arbeitsplatz heute aktiv aus. Mit einer Vielzahl an Benefits können Arbeitgeber bei potenziellen Mitarbeitern punkten.

Von der Idee zur Umsetzung: Wie erstellt man ein BGM-Konzept?

Um ein fundiertes BGM-Konzept auszuarbeiten, braucht es einige Zeit. Sinnvollerweise fokussieren Unternehmen sich dabei auf folgende 6 Schritte:

1. Bedarfsbestimmung

In einem ersten Schritt müssen Unternehmen ihre Rahmenbedingungen abstecken. Sie sollten Zuständigkeiten festlegen und im Idealfall einen Arbeitskreis ins Leben rufen, der alle Maßnahmen plant, steuert und evaluiert. Folgende Personen sollten dort vertreten sein:

  • ein Gesundheitsmanager (intern oder extern)
  • Führungskräfte, wie Abteilungs- und Teamleiter
  • ausgewählte Mitarbeiter der einzelnen Abteilungen
  • falls vorhanden: der Betriebsarzt
  • falls vorhanden: ein Mitglied des Betriebsrats
  • eine Fachkraft für Arbeitssicherheit

Zudem sollten die Verantwortlichen gleich zu Beginn konkrete Ziele festlegen: Was sollen die Präventionsmaßnahmen konkret bewirken? Alle Ziele sollten mit Hilfe der SMART-Regel formuliert werden. Das bedeutet: Sie müssen spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert sein.

Grundsätzlich können Unternehmen mit ihrem BGM-Konzept sowohl harte als auch weiche Ziele verfolgen:

  • Harte Ziele sind zum Beispiel: Verbesserung der Unfallstatistik, Reduzierung von Fehlzeiten und Fluktuation, Vermeidung von Berufskrankheiten und Frührente
  • Weiche Ziele sind hingegen: Wohlbefinden und Zufriedenheit der Mitarbeiter, Steigerung der Motivation und Identifikation mit dem Unternehmen

2. Analyse

In einem zweiten Schritt analysieren die Verantwortlichen den Status quo im Unternehmen. Dazu können sie auf folgende Methoden und Verfahren zurückgreifen:

  • Fehlzeitenanalyse
  • arbeitsmedizinische Untersuchungen
  • Mitarbeiterbefragungen
  • Einzelinterviews
  • psychische GBU
  • Arbeitsplatzanalyse

All diese Verfahren geben Aufschluss über den aktuellen Stand im Unternehmen. Sie zeigen Probleme auf und beleuchten Rahmenbedingungen am Arbeitsplatz sowie das Verhalten der Mitarbeiter.
Zudem sollten die Verantwortlichen dokumentieren, welche Maßnahmen das Unternehmen bereits durchführt, welche Erfolge damit in der Vergangenheit erzielt wurden und ob sich diese Maßnahmen in ein neues Konzept integrieren lassen.

3. Interventionsplanung

Auf Basis der Analyseergebnisse ziehen die Verantwortlichen ein erstes Fazit. Dabei beantworten sie folgende Fragen:

  • Wo ist das Unternehmen schon gut aufgestellt? Wo besteht noch Handlungsbedarf?
  • Welche Faktoren sind für die identifizierten Probleme verantwortlich?
  • Welche Handlungsfelder sind betroffen (zum Beispiel Ernährung, Bewegung, Stress, ergonomisches Arbeiten)?
  • Welche Lösungsansätze sind sinnvoll? Ist deren Wirksamkeit evidenzbasiert?

4. Maßnahmen

Nun folgt die Umsetzung: Welche konkreten Maßnahmen sind sinnvoll, realistisch und kommen auch bei den Mitarbeitern an? Wichtig dabei: Wer Maßnahmen plant, muss dabei immer die Rahmenbedingungen im Unternehmen im Blick behalten: Arbeitszeiten oder personelle Ressourcen können sich darauf auswirken, welche Angebote überhaupt umsetzbar sind.

5. Evaluation

Nach einiger Zeit sollte der BGM-Arbeitskreis erneut Bilanz ziehen: Was haben die Maßnahmen bisher bewirkt und wurden die vorab definierten Ziele erreicht? Die Wirksamkeit können die Verantwortlichen mit Hilfe verschiedener Methoden prüfen. Sie können zum Beispiel Mitarbeiter befragen, Messungen durchführen oder die Statistiken betrachten. Gegebenenfalls müssen die Maßnahmen angepasst und optimiert werden.

6. Nachhaltigkeit

Damit BGM keine Eintagsfliege bleibt, müssen Arbeitgeber das Thema Gesundheit dauerhaft im Arbeitsalltag und in der Unternehmenskultur verankern. Vor allem Kontinuität ist dabei ein entscheidender Faktor. Mitarbeiter sollten regelmäßig Zugriff auf Gesundheitsangebote haben, um ein tieferes Verständnis dafür zu entwickeln.

Investition in die Gesundheit: Was kostet BGM?

Um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter fördern zu können, müssen Arbeitgeber zunächst investieren. Wie viel Betriebliches Gesundheitsmanagement letztendlich kostet, ist davon abhängig, wie groß das Unternehmen ist und welche Maßnahmen die Verantwortlichen konkret planen. Mit der Topfit.App können BGM-Manager alle Kosten unkompliziert kalkulieren und im Blick behalten. Gerne erstellen wir hierfür ein individuelles Angebot.

Gut zu wissen: Gesetzliche Krankenkassen sind dazu verpflichtet, Maßnahmen zur gesundheitlichen Prävention zu unterstützen. Damit Arbeitgeber diese Finanzierungsmöglichkeit nutzen können, müssen die Maßnahmen jedoch bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Fazit

Betriebliches Gesundheitsmanagement ist kein Selbstläufer. Wer sicherstellen möchte, dass alle Maßnahmen zum gewünschten Ergebnis führen, kommt an einem durchdachten und gut strukturierten BGM-Konzept nicht vorbei. Sind die passenden Präventionsmaßnahmen erst einmal gefunden, muss die Umsetzung nicht kompliziert sein. Über die Topfit.App können Unternehmen kontinuierlich Gesundheitscontent bereitstellen und so ihr BGM nachhaltig etablieren. Mit Hilfe des Corporate Health Managers können BGM-Verantwortliche alle Maßnahmen kommunizieren und verwalten. Auch bereits vorhandene Angebote finden hier ihren Platz.

Gerne unterstützen wir Sie dabei, ein professionelles BGM-Konzept für Ihr Unternehmen zu entwickeln. Kontaktieren Sie uns jetzt und fordern Sie ein unverbindliches Angebot an.

Mehr über modernes BGM erfahren!

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Mit einem Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) können Arbeitgeber zum einen gesundheitsförderliche Rahmenbedingungen für die Arbeit ihrer Mitarbeiter schaffen, zum anderen geben sie ihnen wertvolles Wissen an die Hand, so dass diese selbst in der Lage sind, ein gesundes Leben zu führen. Ein durchdachtes BGM-Konzept stellt sicher, dass die geplanten Maßnahmen auch zum Erfolg führen.

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